Fünf Dinge, in denen sich die Kinder aus Panciu von Kindern zuhause unterscheiden

  1. Weinen. Die Kinder hier weinen viel seltener, als ich das von meinen Kindergarten- und Grundschulkameraden (und mir selbst) in Erinnerung habe. Selbst, wenn sieschlimm hinfallen, sich gegenseitig verprügeln oder richtig fest geschimpftwerden, beißen sie normalerweise die Zähne zusammen.
  2. Bilderfür Mama. Ich habe früher im Kindergarten auf viele meiner Bilder Fanni undMama draufgeschrieben, was die ersten Wörter waren, die ich schreiben konnte,es mit nachhause genommen und stolz hergezeigt. Das machen die Kinder hier nie.Sie schreiben manchmal ihren Namen auf ein Bild und dann manchmal den Nameneiner Erzieherin, oder meinen. Ich dachte am Anfang, dass das an einerschlechten Bindung zu ihren Eltern oder einer fehlenden Wertschätzung einesGeschenks läge, bis mir eingefallen ist, dass die wenigsten Eltern derPinocchiokinder überhaupt lesen können, deshalb wäre es unnötig Mama auf dasBild zu schreiben
  3. Jungs-und Mädchensachen. Es gibt eine klare Trennung, was hier Jungs mögen und wasMädchen. Jungs: Fußball, Autos, Roboter und Ninja-kämpfer. Mädchen:Prinzessinnen, Blumen und Schmetterlinge. So weit so normal. Allerdings fehlendabei einige Themen, die für Kinder in Deutschland der Mittelpunkt der Weltsein können. Für Jungs zum Beispiel: Dinosaurier, Ritter, Polizei undFeuerwehr, Traktoren und Züge. Für Mädchen: Pfeeeeerde!!! Für rumänischeMädchen sind Pferde einfach nur die Viecher, die vorne an der Kutsche dransind. Transportmittel, nichts weiter!
  4. Freizeitaktivitäten.Natürlich… In einem Ort, in dem es nichts gibt, kein Sportplatz, keineMusikschule, keine Theatergruppe oder ähnliches, da werden die Kinder nichteinmal pro Woche zum Ballett, zur Klavierstunde, zum Schwimmen oder zum Chorgebracht. Das merkt man auch ein bisschen am Verhalten der Kinder, auch wennsie sich richtig viel selbst beibringen. Trotzdem, was zum Beispiel einNotenschlüssel ist, weiß natürlich niemand hier und wofür man Noten braucht,könnten die meisten nicht einmal verstehen, wenn man es ihnen erklären würde.
  5. Dasgildet nicht. Hee, du schummelst, du trickst, das ist nicht fair!!! DiesenVorwurf habe ich hier seltsamer Weise nie gehört, obwohl er manchmal durchausangebracht gewesen wäre. Zum Beispiel beim Tischkickerspielen, wenn Kindermitten während dem Spiel den Ball mit der Hand nehmen und vor einen eigenenSpieler direkt vors gegnerische Tor legen. Aber nein, niemand sagt ein Wort, eswird einfach konzentriert weitergespielt. Ich hab mich schon manchmal gefragt,ob die Kinder hier einfach wissen, dass das Leben nicht fair ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s